Klostermühle Das Wort zum Monat Die Sünde der Widerspenstigkeit

Die Sünde der Widerspenstigkeit.

1.Samuel 15v23 (Elberfelder)
„Denn Widerspenstigkeit ist eine Sünde wie Wahrsagerei, und Widerstreben ist wie Abgötterei und Götzendienst. Weil du das Wort des HERRN verworfen hast, so hat er dich auch verworfen, dass du nicht mehr König sein sollst.“

Wenn man diesen Vers schnell liest, kann man den Eindruck haben, dass Samuel sagt, dass Wahrsagerei, Abgötterei und Götzendienst Sünde sind. Samuel mahnt Saul also vor diesen Sünden des Götzendienstes. Tatsächlich sind Wahrsagerei, Abgötterei und Götzendienst die schlimmsten Sünden, die ein Mensch begehen kann. Der Mensch führt sein Todesurteil herauf, weil er den lebendigen Gott verlässt und sich nichtigen und falschen Gottheiten zuwendet. Im Israel des alten Bundes gibt es keine Möglichkeit sich von diesen Sünden los zu machen. Es gibt kein Sündopfer, was einen befreien kann. Der Mensch, der im Alten Testament anderen Götzen anhängt, hat die Todesstrafe verdient.

Nun geht es aber gar nicht um das Offensichtliche. Samuel spricht nicht über diesen Götzendienst, sondern über Widerspenstigkeit und Widerstreben Gott gegenüber. Samuel erstellt eine Gleichung. So schlimm wie Götzendienst und so tödlich seine Folgen, so tödlich ist Widerspenstigkeit. Wer sich gegen Gott auflehnt, wer ihm nicht gehorcht, wer nicht auf Gottes Wort hört, der begeht kein Kavaliersdelikt, keine Kleinigkeit, sondern eine todbringende Sünde. Wer sich gegen Gott auflehnt und Seine Anweisungen verwirft riskiert sein Leben.

Daher ermahnt Samuel den Saul und rät zu Gehorsam und Aufmerken (1.Sam.15v22).  Hier bringt Samuel eine weitere Gleichung: Gehorsam und Aufmerken sind besser als alle Dank- und Lobopfer. Wer auf Gott hört und ihm gehorcht, wer sich nach Gott ausrichtet und ihm folgt, der gewinnt das Leben. In Sprüche 2v2 kommt dasselbe hebräische Wort „Aufmerken“ vor und wird durch andere Verben ausdrücklich erklärt. Dort heißt es in den Versen 1-5: „Wenn du  meine Rede annimmst und meine Gebote behältst, so dass dein Ohr auf Weisheit achthat, und du dein Herz der Einsicht zuneigst, ja, wenn du nach Vernunft rufst…wenn du sie suchst…und nach ihr forschest wie nach Schätzen, dann wirst du die Furcht des HERRN verstehen und die Erkenntnis Gottes finden.“ Wenn wir auf Gott achten und aufmerksam sind, finden wir Erkenntnis.

Das Beste, was wir Gott geben können, ist unsere persönliche Hinwendung und die Bereitschaft Gott zu folgen. Das Schlimmste, was wir uns selbst antun können ist Gottes Anweisungen zu widerstreben und bockig unseren eigenen Weg zu gehen. Jesus sagt: „Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht, sondern ist vom Tod zum Leben hindurchgedrungen.“ Johannes 5v24