Klostermühle Das Wort zum Monat Arbeit Dienst – Geschenk

Arbeit - Dienst – Geschenk

4. Mose 18v5-7 (Elberfelder)
“Und ihr sollt den Dienst am Heiligtum und den Dienst am Altar verrichten, damit kein Zorn mehr über die Söhne Israel kommt.

Und ich, siehe, ich habe eure Brüder, die Leviten, aus der Mitte der Söhne Israel herausgenommen; euch als Geschenk sind sie dem HERRN gegeben, die Arbeit für das Zelt der Begegnung zu verrichten.
Du aber und deine Söhne mit dir, ihr sollt euer Priesteramt versehen in allem, was den Altar betrifft, und innerhalb des Vorhangs und so die Arbeit tun; als eine geschenkte Aufgabe gebe ich euch das Priesteramt. Der Fremde aber, der sich nähert, soll getötet werden.“

Der Stamm der Leviten wurde als Priesterstamm von Gott erkoren, den kultischen Dienst an der Stiftshütte zu vollführen. Aus diesem Priesterstamm wurde die Sippe Korahs und speziell das Haus Aaron auserwählt, um den Priesterdienst im Heiligtum auszuüben. Alle Priester waren daher aus dem Stamm Levi. Aber nicht alle Leviten waren Priester, sondern nur die aus dem Hause Aaron. Der Rest der Sippen innerhalb Levis war für die Logistik, den Auf- und Abbau zuständig, sowie für den Transport. Mit drei Worten beschreibt unser Text die Aufgabe der Leviten als Ganzes und der Söhne Aarons im Besonderen: Arbeit – Dienst – Geschenk.

Die Aufgaben des Priesterdienstes waren immer reine Arbeit und anstrengend. Es war keine Freistellung zum Müßiggang, sondern eine tägliche Aufgabe. Es war zudem eine Aufgabe des Dienstes für das Volk. Die Leviten waren keine Herrscherkaste, sondern ein Stamm des Dienstes für das Volk Israel. Und dann war dieses Amt auch immer Geschenk. Die Leviten hatten sich diese Aufgabe nicht durch einen tugendhaften Lebensstil verdient. Das Gegenteil war eher der Fall gewesen. Aber Gott zeigt seine Gnade und seinen souveränen Willen und erwählt die Leviten und Aaron zum Priester und gibt ihnen diese Aufgaben und diesen Dienst zum Geschenk.

 

Da wir Christen von Jesus zu Priestern erkoren wurden, können wir diese drei Begriffe auch auf uns anwenden. Unser Amt als „Priester“ gilt den Menschen. Wir sollen nicht herrschen, sondern unseren Nächsten dienen (Johannes 12v26). Die Aufgaben des Priesters sind kein Freifahrtschein zum Faulenzen, sondern sind harte Arbeit im Dienst am Nächsten (Lukas 17v7-10). Und doch ist es ein Vorrecht, ein Geschenk, Kind Gottes zu sein und „priesterlich“ Gott zu dienen. Man kann dieses Recht nicht einklagen und nicht verdienen, es wird einem geschenkt. So heißt es in Offenbarung 1v5,6: „Ihm (Jesus), der uns liebt und uns erlöst hat von unseren Sünden mit seinem Blut und uns zu Königen und Priestern gemacht hat vor Gott, seinem Vater, ihm sei Ehre und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen“